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Er selbst ist ein Klassiker des modernen Pop-Soul, vor etwa einem halben Jahr veröffentlichte er ein Album mit Klassikern - und jetzt erscheint "Soul" in einer sensationellen ...
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Ein Interview mit Seal kann man sich hier durchlesen.

_E5H4830.jpgSeal – Soul

Soul“ heißt das neue Album des britischen Musikers Seal. Und der Titel passt nicht nur, weil der 45jährige alte Juwelen dieses derzeit wieder so populären Genres neu interpretiert. Sondern vor allem, weil er seine Idee mit Seele umsetzt, mit Leidenschaft. „Schließlich sind dies die Songs, mit denen ich aufgewachsen bin“, erklärt Seal, „ich kam ja in den 60er Jahren zur Welt.  Ich fing an, diese Songs zu hören, als ich fünf oder sechs Jahre alt war. Damals bewunderte ich Stevie Wonder, die Supremes, Smokey Robinson und all diese großartigen Motown Künstler. Sie haben meine frühe  musikalische Entwicklung geprägt. Sie waren quasi Teil meiner musikalischen DNS. Sie waren die Kulisse, vor der sich meine Kindheit abspielte. Sie halfen mir, schwierige Phasen in dieser Zeit zu überstehen.“ Deshalb musste er sich auch nicht anstrengen, als er die Songs sang, sagt Seal, sie waren ihm in Fleisch und Blut übergegangen.

Doch der Sänger hatte auch ein Anliegen, als er sein neues Werk aufnahm. „Mich inspirierte das soziale Klima in den USA und in der Welt generell. Als ich mich an die Arbeit machte, warteten alle auf die große Veränderung.“ Gemeint ist natürlich der Ausgang der Präsidentschaftswahlen in den USA, die mit einem für ihn positiven Resultat endeten  – http://www.my-artist.net/seal/steckbrief/sealist glühender Verehrer des neuen US Präsidenten Barrack Obama.
Die spannungsgeladene Stimmung während des Wahlkampfes in den USA  war der Ausgangspunkt für „Soul“. Ich hatte anfangs nur den Song ‚A Change Is Gonna Come‘  von Sam Cooke aufgenommen“, erzählt der schwarze Musiker, „meine ursprüngliche Idee war, ihn ins Internet zu stellen, um die Menschen da draußen in der Welt zu unterstützen, die sagen: ‚Wir brauchen Veränderungen‘. Der Titel ‚A Change is Gonna Come‘ war schon in seiner Entstehungszeit ein wichtiges politisches Statement. Und ich dachte: das lässt sich durchaus auf die heutige Zeit übertragen.“

_0DR8218.jpgSeals Song und das dazugehörige Video wurden sehr positiv aufgenommen. Auch der mit 14 Grammys dekorierte kanadische Produzent David Foster, einer der besten seines Genres, sah den Clip und sprach Seal an: „Du bist wie gemacht dafür, diese Art von Songs zu singen. Denk doch mal darüber nach, ob du nicht mit meiner Hilfe ein ganzes Album mit diesem Material aufnehmen willst.“
Seal wollte. Und nach drei Wochen hatten die beiden eine 11teilige Songkollektion eingespielt – „Das ist für mich eine ungewöhnlich kurze Zeit“, sagt der schwarze Sänger.

Mit Unterstützung renommierter Musiker, darunter der Bassist Nathan East und der Gitarrist Dean Parks, entstanden neue Interpretationen von Klassikern wie James Browns "It's A Man's Man's Man's World", Al Greens „Here I Am – Come and Take me“ und „I’m Still In Love With You“ oder Ben E. Kings „Stand By Me“.

„Zu der Zeit, als die Songs entstanden,  wurde sehr viel Wert auf gute Arrangements gelegt“, sagt Seal, „Wir haben hart daran gearbeitet, dem Rechnung zu tragen und das richtige Gleichgewicht, aber auch die richtige Spannung zwischen Instrumentierung und meiner Stimme zu finden.“

_0DR8198.jpgNach dem Titel für sein neues Werk musste Seal nicht lange suchen. „Ich nannte das Album „Soul“, weil es aus Songs besteht, die traditionell unter dem Begriff Soul Music liefen, Songs, die aus einem brennenden Verlangen heraus geschrieben und gesungen wurden. Damals spielten kommerzielle Gesichtspunkte noch nicht so eine wichtige Rolle wie heute. Sänger wie Otis Redding oder Marvin Gaye hatten ein echtes Anliegen, wenn sie sangen. Auch wenn sie nur Liebeslieder vortrugen.  Hören Sie sich an, wie Otis „I‘ve been Loving you too Long“ singt. Das ist fantastisch, es kommt von Herzen. Von dieser Haltung habe ich mich inspirieren lassen.“

Seal und sein Produzent David Foster waren sich übrigens nicht nur in musikalischer Hinsicht einig. „David sorgte dafür, dass das Album eine thematische Klammer hat“, verrät Seal, „er packte ‚A Change Is Gonna Come‘ an den Anfang und Curtis Mayfields  ‚People Get Ready‘ ans Ende. Songs, die einen gewissen Kampfgeist vermitteln.”

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